Moro'sche Karottensuppe

Wussten Sie, dass dem Heidelberger Kinderarzt Prof. Ernst Morovon 1908 erstmals aufgefallen ist, dass man mit einem althergebrachten Heilmittel, nämlich einer Karottensuppe, die Kindersterblichkeit infolge von Durchfallerkrankungen drastisch senken kann? Prof. Morovon hat das alte Karottenrezept weiterentwickelt und konnte so vielen Kindern in der Heidelberger Kinderklinik das Leben retten.

 

Doch wie funktioniert die Heilmethode der Karottensuppe?

Nun, durch das lange Köcheln der Karotten entstehen kleinste Zuckermoleküle, die sogenannten Oligosaccharide. Diese Oligosaccharide ähneln in ihrem Aufbau den Rezeptoren des Darmepithels (Darmschleimhaut). Durch diese Ähnlichkeit mit dem Darmepithel ziehen sie pathogene (Krankheit verursachende) Darmkeime an und verbinden sich mit ihnen. Die pathogenen Keime können dann nicht mehr an der Darmepithel haften bleiben und werden ausgeschieden.

 

Was genau sind Oligosaccharide?

Oligosaccharide sind Kohlenhydrate (verkettete Zuckermoleküle), die aus mehreren gleichen oder verschiedenen Monosacchariden (Einfachzuckern) aufgebaut und durch glycosidische Bindungen miteinander verbunden sind. Man geht bei Oligosacchariden von 3 bis 10 Oligosacchariden verbundenen Monosacchariden (Einzelzuckern) aus.

 

Zubereitung:

für das Grundrezept benötigen Sie 1 kg Karotten, 1 grosser Kochtopf, Wasser und ca. 5 g Salz

  • Karotten waschen, die Enden abschneiden und je nach Qualität und Zustand schälen und in kleinere Stücke schneiden
  •  Karotten mit Wasser in einem grossen Topf aufgiessen und einmal richtig aufkochen lassen
  •  ca. 5g Salz auf 1 kg Karotten dem Kochwasser beigeben
  •  ab jetzt 90 Min auf niedrigerer Stufe vor sich hin köcheln lassen
  • während dieser langen Kochzeit immer wieder Wasserstand kontrollieren und ggf. etwas Wasser nachgiessen
  • die Karotten abtropfen lassen und Gemüsesaft auffangen
  • Karotten pürieren oder durch ein Sieb drücken - wenn gar nichts zum Pürieren da ist notfalls gut mit der Gabel zerdrücken
  • Wichtig! Umso feiner püriert wird - umso besser gelangen die Oligosaccharide an die Darmwand
  • den aufgefangenen Gemüsesaft (Kochwasser) zum Karottenpüree dazu geben und gegebenenfalls noch Wasser auffüllen, so dass wieder 1 Liter Suppe entsteht

Die Konsistenz der Suppe sollte wie dicke Buttermilch sein. Suppe abkühlen lassen, bis es handwarm oder kälter ist.

 

Meine persönliche Empfehlung

Die fertig gekochte und ausgekühlte Suppe in Eiswürfelformen abfüllen und einfrieren. Dadurch haben Sie immer Karottensuppen im Haus, falls sich ein leichter Durchfall ankündigt.

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